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DPP - Was ist ein digitaler Produktpass (DPP)?

Dieser Artikel erklärt, was ein digitaler Produktpass ist, warum die EU ihn verlangt und welche Informationen er enthält. Er richtet sich an alle Markeninhaber, die Produkte auf dem EU-Markt verkaufen.

Los geht's.

Sehen Sie sich dieses kurze Video an, um einen schnellen Überblick über den digitalen Produktpass zu erhalten. In den folgenden Abschnitten wird jeder Punkt ausführlich erklärt.

1. Der DPP in einem Satz

Ein digitaler Produktpass (DPP) ist ein digitaler Datensatz mit den wichtigsten Informationen zu einem Produkt. Jeder kann ihn abrufen, indem er einen Datenträger (zum Beispiel einen QR-Code) auf dem Produkt, seiner Verpackung oder den Begleitdokumenten scannt.

  • Er ersetzt verstreute Papierdokumente durch einen einheitlichen, strukturierten und maschinenlesbaren Datensatz pro Produkt.
  • Er begleitet das Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus: Verkauf, Nutzung, Reparatur, Wiederverkauf und Recycling.

2. Die Rechtsgrundlage

Der DPP wird durch EU-Recht eingeführt, nicht durch ein freiwilliges Kennzeichnungssystem.

  • Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR), Verordnung (EU) 2024/1781, in Kraft seit dem 18. Juli 2024. Sie legt den allgemeinen Rahmen für den DPP für die meisten physischen Produkte fest, die in der EU verkauft werden.
  • Batterieverordnung, Verordnung (EU) 2023/1542. Sie führt den Batteriepass ein, den ersten DPP, der verpflichtend wird (18. Februar 2027).
  • Weitere EU-Rechtsakte übernehmen inzwischen das DPP-Modell, zum Beispiel die neue Spielzeugsicherheitsverordnung (EU) 2025/2509, die ab dem 1. August 2030 einen DPP für jedes Spielzeugmodell verlangt.

Die ESPR ist ein Rahmen. Sie legt nicht die Datenfelder für jedes Produkt fest. Diese werden Produktgruppe für Produktgruppe in eigenen Rechtsakten definiert, den sogenannten delegierten Rechtsakten. Den Zeitplan finden Sie unter Braucht mein Produkt einen DPP, und ab wann?.

3. Warum die EU ihn verlangt

Der DPP unterstützt die Kreislaufwirtschaftsziele der EU.

  • Verbraucher können Produkte vor dem Kauf nach Haltbarkeit, Materialien und Umweltwirkung vergleichen.
  • Reparaturbetriebe und Recycler erhalten die Informationen, die sie zum Reparieren, Aufbereiten, Zerlegen und Recyceln des Produkts brauchen.
  • Marktüberwachungs- und Zollbehörden können die Konformität schneller prüfen.
  • Marken und ihre Lieferkettenpartner teilen Produktdaten in einem Standardformat, statt Dokumente auszutauschen.

4. Welche Informationen ein DPP enthält

Der genaue Inhalt hängt vom delegierten Rechtsakt für Ihre Produktgruppe ab. Typische Informationen sind:

  • Eine eindeutige Produktkennung (auf Modell-, Chargen- oder Artikelebene, je nach delegiertem Rechtsakt)
  • Informationen über den Hersteller, den Importeur oder einen anderen verantwortlichen Wirtschaftsakteur
  • Materialzusammensetzung, einschließlich Recyclinganteil
  • Besorgniserregende Stoffe
  • Daten zum Umweltfußabdruck, zum Beispiel der CO2-Fußabdruck
  • Anleitungen zu Pflege, Nutzung, Reparatur und Demontage
  • Informationen zum Lebensende: Wiederverwendung, Sammlung und Recycling
  • Konformitätsunterlagen, zum Beispiel die EU-Konformitätserklärung oder Zertifikate

5. Wo die DPP-Daten gespeichert werden

Der DPP folgt einem dezentralen Modell.

  • Der Wirtschaftsakteur (oder ein Dienstleister in seinem Auftrag) hostet die Produktdaten.
  • Das EU-DPP-Register, seit dem 20. Juli 2026 online, speichert nur die eindeutigen Kennungen und die Metadaten, die nötig sind, um jeden Pass zu finden und zu prüfen. Es speichert nicht die vollständigen Produktdaten.
  • Der Pass muss für den im delegierten Rechtsakt festgelegten Zeitraum verfügbar bleiben, auch wenn das Unternehmen seine Tätigkeit einstellt.

6. Wie sich ein DPP von einem E-Label unterscheidet

Vielleicht kennen Sie E-Labels von Wein und Spirituosen (Zutaten und Nährwerte per QR-Code). Ein DPP nutzt dasselbe Prinzip eines scannbaren Codes, der mit Online-Informationen verknüpft ist, mit drei Unterschieden:

  • Er gilt für viele Produktgruppen, nicht nur für Lebensmittel und Getränke.
  • Er muss gemeinsamen EU-Normen für Kennungen, Datenträger und Datenaustausch folgen.
  • Jeder Pass muss im EU-DPP-Register eingetragen werden.

7. So unterstützt Scantrust den DPP

Scantrust liefert die wichtigsten Bausteine eines DPP: eine Produktkennung und einen QR-Code, entwickelt im Einklang mit den DPP-Normen (ein GS1 Digital Link, wenn Sie eine GTIN hinzufügen), sowie eine gehostete Passseite, die Sie im DPP Editor ausfüllen.

Für den Einstieg lesen Sie die Artikel unter Digitaler Produktpass (DPP). Sie brauchen Hilfe? Kontaktieren Sie unser Support-Team unter support@scantrust.com.

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